Mother Wars

Es ärgert mich, wie oft es besonders in Erziehungsfragen nur schwarz-weiß gibt und auch alle Informationen, die man zu einem Thema findet, entweder oder sind. Oft fühle ich mich eher irgendwo in der Mitte wohl. Nicht weil ich mich nicht festlegen will, sondern weil das Leben nunmal bunt ist - und nicht schwarz-weiß!

Alles in allem - steh ich immer an irgendeiner Stelle, über die man streiten kann. Gleichzeitig frage ich gerne, wie andere etwas machen und wie die neuesten Forschungsergebnisse sind - um zu schaun, was man nachmachen kann oder was lieber nicht. Leider fühlen sich andere Mütter sofort angegriffen, wenn man ihnen nicht 100% zustimmt, oder greifen selber an, wenn man etwas anders macht. Trotzdem suche ich immer nach Gleichgesinnten mit ähnlichen oder anderen Erfahrungen zum Austausch, also kommentiert gerne! :)

Ich glaube, dass jedes Kind und jeder Erwachsene anders ist und man eine Kombination finden muss, die für alle passt.
Prinzipiell glaube ich, dass ein Kind Bedürfnisse hat, die man erfüllen sollte - genau wie seine Eltern. Und nur glückliche Eltern erziehen glückliche Kinder.
Ich glaube, dass alle Erziehung sowieso kaum was bringt, wenn man´s nicht vorlebt, weil Kinder eh machen, was ihre Eltern machen.
Und ich glaube, dass Grenzen und Konsequenzen einem Kind Sicherheit geben, die es braucht, auch wenn es das nicht immer schön findet.
Nach diesen Glaubenssätzen versuche ich im Jungle von Ratschlägen und Forschungsergebnissen so zu handeln, dass wir alle vier gut und vor allem glücklich damit leben können...

Montag, 4. Mai 2015

Schmerzen in der Schwangerschaft

Ich kenne keine Schwangere, die keine Schmerzen hatte. Einige wenige haben weniger als vorher (besonders weniger Migräne), die meisten leiden irgendwann besonders unter Rückenschmerzen. Bei mir kamen noch Spannungskompfschmerzen und Symphysenschmerzen hinzu.

Durch die Hormone lockert sich das Becken, bei einer von 600 Schwangerschaften so sehr, dass man im Schambereich (Symphyse) mehr oder weniger starke Schmerzen hat. Zwischenzeitlich konnte ich kaum alleine eine Treppe steigen. Dagegen halb ein Symphysengurt (nur bei längerem Stehen), Massagen (gegen die Verspannungen durch Schonhaltung), Osteopathie (hat die Symphysen ins Lot gebracht und die Schmerzen erheblich reduziert), Beckenboden-Übungen (gab mehr Stabilität) und vor allem: Ruhe (Haushaltshilfe vom Frauenarzt verschreiben lassen!). Die Ärzte haben mir etwas Angst gemacht, dass deswegen ein Kaiserschnitt nötig sein könnte. Hebamme und Osteopath sahen das anders (was locker ist, bricht nicht so schnell und da wir die Schmerzen schon vor der Geburt reduzieren konnten, wird das danach erst Recht gehen) und so hab ich mich gegen einen geplanten Kaiserschnitt entschieden.

Schwierig ist in jeder Situation, das Mittel der Wahl zu finden. Denn keine Schwangere möchten ihrem Baby gerne Giftstoffe zumuten - und Medikamte sind nunmal nichts anderes. Umgekehrt - manchmal geht es einfach nicht anders, wir sind auch nur Menschen. Schmerzen lösen Stress aus - ist auf Dauer auch nicht gut für´s Baby. Und manche haben ja auch noch neben dem Fötus das ein oder andere quietschfidele Kleinkind, das Mama braucht.

Zuerst einmal sollte man es mit alternativen Heilmitteln versuchen. Folgendes habe ich ausprobiert und als hilfreich empfunden:
- Massagen
- Wassergymnasik
- Osteopathie
- Chiropraktik
- Kineseo-Tapes
- Akkupunktur
- Akkupressur
- Walken
- Yoga
- eine Beißschiene (Zahnarzt) gegen Knirschen und "Zähne zusammen beißen" in Stresssituationen

Einiges davon können viele Hebammen, anderes verschreiben Haus- und Frauenärzte (besonders in der Schwangerschaft zum Glück meistens unkompliziert).
Außerdem hatte ich eine Shiatsu-Massagematte mit Nackenmassagefunktion, die ich während Schwangerschaft und Stillzeit nicht missen möchte, habe warme Lavendelöl-Bäder und Saunagänge genossen.

Wenn das nicht hilft... bei embryotox.de findet man selbst und der Haus- und Frauenarzt Rat, welche Medikamente möglich sind.

Vorsicht ist bei Paracetamol geboten. Obwohl es besonders von Hausärzten und Apothekern noch immer oft als Schwangerschafts-Schmerzmittel erster Wahl empfohlen wird, wurde ein Zusammenhang zu Leberschäden und ADHS festgestellt. Daher sollte man nur im letzten Drittel zu Paracetamol greifen.
Ibuprophen ist dafür in den ersten zwei Schwangerschaftsmittel ein mögliches Schmerzmittel, im letzten Drittel kann es Wehen fördern und sollte vermieden werden.
In jedem Fall gilt: vor der ersten Einnahme einen Arzt oder die Hebamme fragen. Möglichst wenig nehmen und die Höchstdosis von vier rezeptfreien Tabletten in 24 Std. nicht überschreiten.

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