Mother Wars

Es ärgert mich, wie oft es besonders in Erziehungsfragen nur schwarz-weiß gibt und auch alle Informationen, die man zu einem Thema findet, entweder oder sind. Oft fühle ich mich eher irgendwo in der Mitte wohl. Nicht weil ich mich nicht festlegen will, sondern weil das Leben nunmal bunt ist - und nicht schwarz-weiß!

Alles in allem - steh ich immer an irgendeiner Stelle, über die man streiten kann. Gleichzeitig frage ich gerne, wie andere etwas machen und wie die neuesten Forschungsergebnisse sind - um zu schaun, was man nachmachen kann oder was lieber nicht. Leider fühlen sich andere Mütter sofort angegriffen, wenn man ihnen nicht 100% zustimmt, oder greifen selber an, wenn man etwas anders macht. Trotzdem suche ich immer nach Gleichgesinnten mit ähnlichen oder anderen Erfahrungen zum Austausch, also kommentiert gerne! :)

Ich glaube, dass jedes Kind und jeder Erwachsene anders ist und man eine Kombination finden muss, die für alle passt.
Prinzipiell glaube ich, dass ein Kind Bedürfnisse hat, die man erfüllen sollte - genau wie seine Eltern. Und nur glückliche Eltern erziehen glückliche Kinder.
Ich glaube, dass alle Erziehung sowieso kaum was bringt, wenn man´s nicht vorlebt, weil Kinder eh machen, was ihre Eltern machen.
Und ich glaube, dass Grenzen und Konsequenzen einem Kind Sicherheit geben, die es braucht, auch wenn es das nicht immer schön findet.
Nach diesen Glaubenssätzen versuche ich im Jungle von Ratschlägen und Forschungsergebnissen so zu handeln, dass wir alle vier gut und vor allem glücklich damit leben können...

Samstag, 1. Oktober 2016

Egoistische Mütter

Wo seid ihr und warum schreibt ihr nicht endlich mal einen Erziehungsratgeber?! :)

Jetzt mal ehrlich: Kleinkind-Väter erwarten, ihr Hobby weiter führen zu können und alleine aufs Klo zu können - Kleinkind-Mütter träumen oft nur heimlich davon...
Im Flugzeug wird immer gesagt, erst sich selbst im Notfall, dann dem Kind die Sauerstoffmaske aufziehen. Und warum?! Was passiert, wenn ihr dem Kind zuerst die Maske aufzieht? Ihr werdet ohnmächtig, das Kind zieht die Maske im schlimmsten Fall wieder ab, beide sterben. Und wenn ihr sie euch zuerst aufzieht? Das Kind wird im schlimmsten Fall kurz ohnmächtig und kommt wieder zu sich, sobald ihr ihm die Maske aufsetzt.
So ist es doch auch im Leben...

Ich glaube nicht, dass ich ein egoistischer Mensch oder eine egoistische Mutter bin. Ich steh um 4.30h auf, damit ich mal in Ruhe ein paar Dinge erledigen kann, bevor die Kinder aufstehen. Ich steh jede Nacht selbst auf, wenn die Kinder was haben, weil mein Mann es schlechtee haben kann nachts hoch zu müssen. Ich versuche nachmittags zwischen KiGa abholen (ca 15h) und essen kochen (ca 17h) nichts anderes machen zu müssen. Und wenn, dann nur was, wo ich die Kinder integrieren kann (zB kurz mit dem Laufrad zum Tante Emma laden). Ich ermögliche meinem Mann ganze Tage für sein Hobby. Ich kaufe von meinem als "Geld für mich" eingeplantem Budget oft ein Eis für uns alle oder das Buch, dass der Große so gern hätte...
Aber: ich geh auch im Moment montags zum Sport und lass die Kinder dafür etwas länger im KiGa, obwohl sie eh schon so lange dort sind (meist von 8.30h bis 15h, bald von 7.40h bis 15.40h - allerdings weiß ich noch nicht, wie es dann mit Sport wird). Am WE geh ich mind 1x walken - und wenn es Papa nicht gut geht, dann müssen sie die 60-90Min halt mit ihm TV gucken. Nicht ideal, wird sie aber auch nicht umbringen. 1x am WE bestehe ich darauf, ausschlafen zu dürfen. Komme was da wolle! Oft bestehe ich drauf, dass er mind ein Kind mitnimmt, wenn er einen ganzen Tag mit seinem Modellbauhobby unterwegs ist (finden beide Kinder toll). Und manchmal gönn ich mir dann aus dem Haushaltstopf dann doch den Saunaeintritt, den ich eigentlich nicht mehr übrig hatte. - Das sind so die Punkte, wo ich mir Egoismus gönne...

Würde mich mal interrssieren, wie andere es so machen...

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