Mother Wars

Es ärgert mich, wie oft es besonders in Erziehungsfragen nur schwarz-weiß gibt und auch alle Informationen, die man zu einem Thema findet, entweder oder sind. Oft fühle ich mich eher irgendwo in der Mitte wohl. Nicht weil ich mich nicht festlegen will, sondern weil das Leben nunmal bunt ist - und nicht schwarz-weiß!

Alles in allem - steh ich immer an irgendeiner Stelle, über die man streiten kann. Gleichzeitig frage ich gerne, wie andere etwas machen und wie die neuesten Forschungsergebnisse sind - um zu schaun, was man nachmachen kann oder was lieber nicht. Leider fühlen sich andere Mütter sofort angegriffen, wenn man ihnen nicht 100% zustimmt, oder greifen selber an, wenn man etwas anders macht. Trotzdem suche ich immer nach Gleichgesinnten mit ähnlichen oder anderen Erfahrungen zum Austausch, also kommentiert gerne! :)

Ich glaube, dass jedes Kind und jeder Erwachsene anders ist und man eine Kombination finden muss, die für alle passt.
Prinzipiell glaube ich, dass ein Kind Bedürfnisse hat, die man erfüllen sollte - genau wie seine Eltern. Und nur glückliche Eltern erziehen glückliche Kinder.
Ich glaube, dass alle Erziehung sowieso kaum was bringt, wenn man´s nicht vorlebt, weil Kinder eh machen, was ihre Eltern machen.
Und ich glaube, dass Grenzen und Konsequenzen einem Kind Sicherheit geben, die es braucht, auch wenn es das nicht immer schön findet.
Nach diesen Glaubenssätzen versuche ich im Jungle von Ratschlägen und Forschungsergebnissen so zu handeln, dass wir alle vier gut und vor allem glücklich damit leben können...

Dienstag, 18. Oktober 2016

Kinderfahrräder

Heute mal kurz eine Info, die mich seit zwei Wochen doch sehr beschäftigt. Vor zwei Wochen beschloss Mattis, er könne jetzt Rad fahren. Und wie viele "Laufrad"-Kinder stieg er auf - und fuhr einfach los.
Leider ist die Radindustrie an einem Punkt stehen geblieben, an dem 4-5-Jährige wochenlang Rad fahren üben und mindestens 6 Jahre alt sind, bevor sie am Straßenverkehr teilnehmen können. Ab dieser Körpergröße gibt es wirklich verkehrssichere Räder die (am allerwichtigsten) vernünftige, von Kindern zu bedienende Bremsen haben.
Mattis hatte entsprechend auch direkt letzte Woche seinen ersten Unfall, als ihn bergab die Bremsen verließen und auch noch ein Auto kam. Rücktrittbremsen verlängern selbst beim Erwachsenen den Bremsweg, weil es für den Kopf schwerer ist, eine bestehe Bewegung umzukehren, als eine neue (Handbremse) zu initiieren. Für Kinder ist dies nochmal ungleich schwerer, für kleine Kinder fast unmöglich. Die Griffe des Lenkers sind oft so breit, dass die kleine Hand schon damit ausgefüllt ist, die Handbremsen sind schwer zu erreichen und es ist fast unmöglich richtigen Druck auf die ohnehin schwache Vorderradbremse zu bringen.
Ich hätte nie gedacht, jemals so viel Geld für ein Kinderfahrrad auszugeben und ich kann verstehen, wenn man da erstmal schluckt und zögert. Aber wir wohnen auf einem Hügel und Mattis nimmt auf kleineren Strecken (besonders zum KiGa) schon seit über einem Jahr am Straßenverkehr teil. Für ihn ist damit ein verkehrssicheres Rad wichtig - oder ich müsste seine schon erlangte Freiheit und Selbständigkeit schmerzhaft beschneiden.
Zum Glück hat er gut reagiert, ist sinnvoll ausgewichen (dafür dass dort widerrechtlich dann auch ein Auto parkte, gegen das er fuhr, konnte er am allerwenigsten) und blieb abgesehen von Beule und Schreck unverletzt.
Trotzdem haben wir uns auf die Suche begeben und als eins der wenigen Fahrräder das WOOM gefunden, dass in jeder einzelnen Größe die Besonderheiten der Kinderergonomie berücksichtigt. Vielleicht lohnt sich ja für den ein oder anderen von euch auch ein kurzer Blick...
Ach ja: Mattis fährt damit nicht nur besser an und schneller (da es die Hälfte von anderen Kinderrädern wiegt, was bei so einer Kindergröße im Verhältnis ja deutlich weniger zu bewegende Masse ist), sondern legt auch problemlos innerhalb 1-2m eine gekonnte Vollbremsung hin!

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